Nochmal Air Canada ? Nein, Danke !
Fliegen ist schön. Sagen zumindest alle. Wenn man dann gut 24 h von zu Hause bis zum Hotel braucht, wird das Ganze doch anstrengend. Fliegt man dann noch Air Canada – so ich im vorliegenden Fall – wird es zur Zumutung. Ich bin sicher nicht zu anspruchsvoll, aber kaputte Sitze, Umbuchungen ohne Rückfrage, ein verdorbener Obstsalat zum Frühstück, funktionslose Kopfhörer und fast 1 h Start-Verspätung durch falsch eingecheckte Koffer sind etwas zuviel. Von meiner Liste Airlines ist Air Canada damit für immer gestrichen. Die Details stehen hier.
Das eigentliche Problem begann etwas früher: Die Reise nach San Francisco kam sehr kurzfristig. Das Angebot an Direktflügen ist zwar groß, aber unter 6000 EUR war nichts mehr zu haben. Also habe ich mit viel Aufwand eine Alternative gesucht, die preislicht annehmbarer ist und nicht zu lange dauert. Die Wahl viel auf einen Air Canada Flug – hin über Toronto, zurück über Montreal.
Soweit – so gut.
Die Gesamtreisedauer für den Hinweg kam auf gut 25 h, zurück waren es noch 22 h.
Neben dem Preis war klar der Sitzplatz auf den Flügen das zweite, entscheidende Kriterium. Wer möchte mit 1.85 m schon in einer 5er Reihe in der Mitte sitzen. Da geht garnichts mehr. Also habe ich mit den Aufwand gemacht und feste Plätze vorgebucht und bekam – wenn auch erst widerwillig und auf Nachfrage – von Air Canada eine Bestätigung.
Der Airline war das ziemlich egal, bei 3 von 4 Flügen hatte ich einen anderen als den gebuchten (und bestätigten) Sitz – auch schonmal auf einem der erwähnten Plätze mitten im Nichts.
Schon beim Hinflug waren die aufgerissenen und bei der letzten Wartung nur schlecht angeklebten (!!!) Sitzbezüge aufgefallen, an der Stelle, wo sonst ein Monitor in der Kopfstütze des Vordermannes ist, waren hier nur noch von Plastik
umrahmte Polster. Nett.
Die Sitze selber begeisterten in einem – inzwischen dunkel glänzenden – grünen Farbton und waren auch schonmal mit selbstangefertigten Blechteilen instandgesetzt:
Der genaue Sinn dieses aufgeschraubten, scharfkantigen Bleches blieb mir verborgen. Auf jeden Fall war ich froh, das ich nicht mit Kind unterwegs war, das sich hier ernsthaft hätte verletzen können.
Wen wundert es, das der Tisch des Sitzes aufgeplatzt war und nicht mehr richtig an den Führungsschienen hielt. Touristenklasse eben.
Das Unterhaltungsprogramm war angesichts der Flugdauer von 8,5 h und anschließend 5,5 h auch eher bescheiden oder sagen wir, den Verhältnissen angepaßt: Auf dem Hinflug ging die gesamte Elektronik der Armlehne an meinem Sitz nicht – damit entfiel die Qual der Wahl, ob man dem langweiligen Film (Wer kennt “Because of Win-Dixie” ????) zuschaut, ein Buch ließt (Leselampe konnte man ja nicht anmachen) oder die Kellnerin ruft, um sich zu betrinken (der Knopf war auch tot…).
Auf dem Rückflug hatte man beim Check-In ganz aus Versehen einen anderen Reisenden (und damit auch sein Gepäck) statt nach Petersburg nach Montreal eingecheckt (die Namen klingen ja absolut zum Verwechseln, also da kann sowas schon passieren) und da der Reisende selber das nicht lustig fand, meldete er sich am Abflugterminal unserer Maschine nach Montreal, um seine Koffer zu verlangen – durchaus verständlich. Also mussten wir bereits in der Maschine sitzend nochmal knapp eine Stunde warten, bis diese gefunden waren. Information darüber: Fehlanzeige ! Woher ich das weiß: Ich stand am Gate, als der Mann dort sein Anliegen vortrug… Zu dem Zeitpunkt fand ich das auch noch lustig.
Da fiel es auch gleich viel leichter, den trotz bestätigter Vorreservierung zum 3. mal veränderten Sitzplatz irgendwo mitten in der Maschine zu verschmerzen – schließlich war ich ja für den korrekten Flug eingecheckt, das ist doch schon was.
Was die Technik betrifft, blieb der Rückflug dann eine Steigerung gegenüber dem Hinflug: Immerhin einer der beiden Kopfhöher ging – allerdings musste man dazu mit dem Knie gegen den Stecker drücken. Bei einem 100 min Film schon etwas verklemmend, aber ich bin ja nicht anspruchsvoll.
Das Frühstück kam dann mit einem prima Schokoriegel und einem verdorbenem Obstsalat. Ich meine, der war ja genauso lange wie ich in dieser Maschine, ich war sauer und er eben auch…
Glücklicherweise kam dann bald die Landung, ab zu Avis, die – wie immer – einen guten Job machten, mir die Strapazen wohl angesehen haben und mich mit einem Eiskaffee und passendem Auto auf den Weg nach Hause schickten.
Danke Air Canada für diese Erfahrung – von einem “normalen” Flug gäb’s ja auch nichts zu berichten. Ein zweites Mal kommt mir diese Fluggesellschaft nicht unter meinen Holzklasse-Hintern…

du machst mir Mut! Mir blüht am Samstag das gleiche ;-(
Mein Flug war Völlig okay und auch die technik
Dann Flieg mit Türkisch Airways
Ohh danke das mach mir auch soO viel Mut am Montag muss ich von frankfurt bis torronto und von da nach Winnippeg fliegen! und das is mein 2. flug aber dann noch soo lange da hab ich richtig schiss
Ohh danke das mach mir auch soO viel Mut am Montag muss ich von frankfurt bis torronto und von da nach Winnippeg fliegen! und das is mein 2. flug aber dann noch soo lange da hab ich richtig schiss
Dies könnte meine Geschichte sein, nur erst vom September 2006. Flug nach San Francisco aber man staune nicht Air Canada, nein ” Delta Airline “.
Das erste und auch das letzte Mal.
Das ist nicht nur die Fluggesellschaft die sind hier alle ein wenig panne !!!!