• Mathias
  • Reisen
  • Lego, der Altlast-Palast und Knut: Berlin, Ostern 2007

Lego, der Altlast-Palast und Knut: Berlin, Ostern 2007

Unser letzter Ausflug nach Berlin ist schon einige Jahre her, also haben wir die Fahrräder auf den Sharan gepackt und sind rechtzeitig vor den Osterstaus auf in Richtung der Hauptstadt, die kulturell so schön bunt und vielseitig ist, das sie uns einfach immer wieder gut gefällt. Begegnet sind uns diesmal ein Palast im Abriss, natürlich Knut, ein Abstecher in das neue Legoland Discovery Center und viele Kilometer auf dem Fahrrad. Die Bilder sind hier.

Erster Abendausflug in die Innenstadt führte natürlich zum Alexanderplatz, der nach wie vor eine recht große Baustelle ist. Der Fernsehtrum ist eher leicht auszumachen, schwieriger wird das bei anderen Überbleibseln, wie der Weltzeituhr.

Am nächsten Tag stand spontan der Berliner Zoo auf dem Programm, obwohl uns der Wahn um einen kleinen, weißen Bär erst abgeschreckt hatte. Allerdings waren die Schlangen an der Kasse dann deutlich kürzer, als bspw. am Berliner Fernsehturm, so schlimm konnte es dann also nicht werden.

Trotzdem standen an dem Tag 2 Dinge im Mittelpunkt: Mein neues Nikkor 85 mm f/1.8 und der eben zitierte Bär. Aber der Reihe nach, erstmal ein paar Eindrücke vom Objektiv (wenn gleich man sagen muss, das Abbildungsqualität und Schärfe des Objektives sich aufgrund der geringen Auflösung der Bilder hier auf der Webseite nur sehr vorsichtig andeuten lassen…):

Im 8 Minuten Takt konnten am Bärengehege dann Presse und geduldige Fans diverser Bärenarten dann Bilder, wie Dieses ergattern…:

(OK, für Außenstehende: Das Schwarz/Weisse Ding neben der braunen Tasche ist das Hinterbein eines Eisbärs, der sich derzeit großer Beliebtheit erfreut).

Nach dem wallfahrtsartigen Zuständen kurz nach 11 Uhr und kurz nach 14 Uhr ergaben sich am Ende der jeweils 1h stündigen Audienzmöglichkeit beim “Bär” dann ganz gelassen doch noch Möglichkeiten für brauchbare Aufnahmen für weniger vernarrte Zoobesucher.

Wir fanden folgenden Bär dann interessanter, er uns wohl auch.

Am nächsten Tag dann zurück zum Ausgangspunkt für einen Nacht – Tag Vergleich…:

Beim Überqueren der Spree dann der suchende Blick – da war doch mal irgendetwas, wo ist das eigentlich hin ? Hier vor Ort fällt dann auf, was  zumindest wir in der Distanz, nicht mitbekommen haben: die begonnene Umsetzung einer demokratischen Entscheidung des Deutschen Bundestages. Kein anderes Bauwerk hat so lange, intensive und emotionale Diskussionen zum eigenen Verbleib ausgelöst, wie Dieses: Der Palast der Republik.

Formal verzichtet man auf eine Sprengung des Hauses, um umliegende Gebäude nicht zu

gefährden. Wer die o.g. Diskussionen verfolgt hat, weiß, was wohl bei einer Sprengung dieses Hauses zu erwarten gewesen wäre. Statt dessen wir jetzt – sogar mit nach wie vor laufender Austellung am Baustellenrand – Stück für Stück und Stahlträger für Stahlträger abgerissen.

Eigentlich wollte man schon fertig sein, bautechnisch unerwartete Schwierigkeiten sind natürlich der Grund für diese Verzögerungen.

Die Innenbesichtigung des Reichtags ersparen wir uns auch in diesem Jahr:

…und geniesen lieber das schöne Wetter:

Nächster Halt: Hackescher Höfe.

Nach knapp 30 km per Pedes ging es dann zurück, gute Gelegenheit für eine Auszeit, jeder auf seine bevorzugte Art.

Am Sonntag waren wir neugierig auf das Legoland Discovery Center, beim (oder unter) dem Sony Center am Potsdamer Platz.

Vorher kann das Nikkor 85 mm f/1.8 nochmal seine Stärken ausspielen:

Gut 30 min und 41 EUR später geht es dann unter den Potsdamer Platz. Am Eingang der ersten europäischen Indoor Lego Anlage bekommt man – vergleichbar zur Lego Fabrik im “richtigen” Legoland (zumindest Dänemark und Deutschland) dann die Entstehung eines Lego Steines erklärt. Mir persönlich hat die Vorstellung im Legoland besser gefallen, dort war aber sicher auch mehr Platz zum Erklären.

Danach geht es weiter in eine recht große Spielhalle, in der viele kleine und große Legosteinen – mal zum Selberbauen, mal schon zusammengebaut in Modellen – eine kleine Achterbahn und ein zugegeben ein sehr schönes 4D Kino (mit mehr oder weniger stummen Legosteinen als Hauptdarsteller) den Besucher erwarten. Den obligatorischen Shop am Ende der Halle natürlich nicht zu vergessen.

Lego selber deutet in der Werbung für dieses neue Discovery Center Konzept an, das dieses Center eher als Attraktion für “ein paar Stunden” zu verstehen ist. Zu beachten wäre allerdings, das Kinder ohne Begleitung eines Erwachsenen keinen Eintritt haben, aus Sicherheitsgründen, so heisst es.

Zusammengefaßt: 5 Tage sind viel, aber doch nicht genug für eine Stadt, wie Berlin. Will

sagen: Wir kommen wieder…!

ÄHNLICHE ARTIKEL:
Berlin Normannenstrasse
Dem Einen sagt diese Anschrift garnichts, Andere haben eher schlechte Erinnerungen oder wollen nichts davon wissen: Der zentrale Komplex des Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg. Im "Haus 1" hatte auch ...
WEITERLESEN
Herbstausflug: Nikon D700 trifft Carl Zeiss Planar T* 1,4/50 ZF.2
 Seit den beeindruckenden Erfahrungen mit meiner ersten Festbrennweite - dem Nikkor AF 85mm f/1.8 D - konnte ich mich dem Reiz dieser Lichtjäger nicht mehr so richtig entziehen. Neu dazu ...
WEITERLESEN
Ruhe, Sonne, Meer, Discovery Cove…
 Ja, wenn etwas so gut ist, muss man nicht viel ändern. Das haben wir dann auch nicht getan. Wieder direkt am Golf von Mexico, offener Pool, kein Blackberry, aber die ...
WEITERLESEN
Tipps und Erfahrungen zu Discovery Cove
Nachdem wir viele Jahre bereits unseren Urlaub in den verschiedensten Gegenden Florida's zugebracht haben - inklusive Wohnmobil Urlaub - stand in diesem Jahr ein ganz besonderes Ziel auf unserer Liste: ...
WEITERLESEN
Berlin Normannenstrasse
Herbstausflug: Nikon D700 trifft Carl Zeiss Planar T*
Ruhe, Sonne, Meer, Discovery Cove…
Tipps und Erfahrungen zu Discovery Cove

Antwort hinterlassen