Schärfer geht nicht: Neue Brille mit Carl Zeiss i.Scription !

Nach etwas über 5 Jahren war es mal wieder Zeit für eine neue Brille. Die letzte Augenuntersuchung vor wenigen Wochen attestierte mir zwar eine deutlich bessere Sehleistung als erwartet, trotzdem gab es immer wieder Situationen, die nach einer neuen Brille verlangten. Die Wahl fiel diesmal auf Carl Zeiss i.Scription. Fazit: Schärfer geht nicht ! Der Rest steht hier. Vor der neuen Brille stand erstmal ein Besuch beim Augenoptiker, in meinem Fall dem ersten und bisher einzigen von Carl Zeiss zertifizierten “Relaxed Vision Center” in Erfurt, den Augenoptikermeistern Hartmann und Liedloff.

Ganz ohne Umwege habe ich den Optiker auf eine “Augenvermessung” via Carl Zeiss i.Scription angesprochen. Wenige Sekunden später ging es dann auch schon los und das eigens für diesen Zweck von Carl Zeiss entwickelte Gerät (der i.Profiler) war betriebsbereit.

Die Vermessung der Augen dauert dann nur wenige Sekunden und ist überraschend

einfach.

Nachdem ich in den letzten Wochen – aus anderen Gründen – ein paar Sehtests über mich ergehen lassen musste, war das eine echte Wohltat. Keine kleinen Buchstaben zum Lesen, keine schweren Brillengestelle mit verschiedenen “Scheiben” und das zugehörige “Ist es jetzt besser oder eher schlechter…?”.

Man sieht im Gerät ein Bild von einem Luftballon, dann kommt ein roter Punkt dazu und dann ist es auch schon wieder vorbei.

Gemeinsam mit dem Optiker werfe ich dann einen Blick auf das Ergebnis der Messung und bekomme gleich eine sehr genau und kompetente Erläuterung. Interessant war, das wohl schon aufgrund dieser Ergebnisse für ihn ein paar spezielle Einschränkungen meiner Sehleistung erkennbar waren, die mir zwar in der Tat immer mal wieder aufgefallen waren, aber bis dato in keiner vorherigen Augen-Messung berücksichtigt wurden (oder werden konnten…).

Ich bin schon recht beeindruckt, bevor wir zu einer 2. Vermessung starten: Diesmal die Vermessung der Brille in meinem Gesicht. Dazu dient ein 2. Gerät von Carl Zeiss, das RV Terminal (hier im Bild der silberne Turm hinten rechts):

Auch das hat noch kein Augenoptiker vorher gemacht, obwohl die Messung durchaus sinnvoll ist: Jeder Mensch hat asymmetrische Gesichtshälften und somit weichen Augenabstand, Durchblickhöhe, der Abstand der Gläser von den Augen und auch die Vorneigung der Brille (der Winkel, in dem die Gläser vertikal vor dem Auge sitzen…) individuell ab. Und genau diese Dinge werden daher individuell vermessen und bei der Herstellung der Brillengläser berücksichtigt.

Dazu kommt, das die Form der Brille doch schon etwas vom “Standard” abweicht und daher die Vermessung der genauen Lage der Gläser zu den Augen noch wichtiger wird.

Auch diese 2. Vermessung geht überraschend einfach und schnell: Das RV Terminal schießt 2 Bilder vom Gesicht und überträgt diese in eine entsprechende Software, die ebenfalls von Carl Zeiss kommt. Die Lage der Brillengläser wird automatisch schon recht gut erkannt, der Optiker nimmt noch kleinere Justierungen an den Messwerten vor und damit ist das Gröbste geschafft.

Nach der Zusammenstellung der gewünschten Optionen für die Brillengläser (bspw. Carl Zeiss LotuTec Beschichtung) geht die Bestellung mit allen zugehörigen Meßdaten elektronisch zum Bestellsystem von Carl Zeiss – Fertig.

Wenige Tage später war die Brille beim Augenoptiker abholbereit und das (Seh-) Ergebnis begeistert mich seither jeden Tag auf’s Neue.

2 Dinge habe ich dabei gelernt:

  • Erkenntnis Nr.1: Auch bei so vermeintlich einfachen Dingen, wie einer Brille (ok, in dem Fall die Gläser) gibt es heute noch deutliche Unterschiede und damit meine ich nicht, ob man etwas zuzahlen muss oder nicht.… Wie schon erwähnt, hatte ich einige Zeit vorher einen Sehtest mit meiner bisherigen  (~ 5 Jahre alten) Brille. Obwohl ich subjektiv

    den Eindruck hatte, damit inzwischen schlechter zu sehen, ergab der Sehtest eine weiterhin “normale” Sehleistung. Warum dann subjektiv der Eindruck, trotzdem damit “nicht richtig gut” zu sehen ? Der Unterschied zwischen alten und neuen Brillengläsern lag auch weniger in den reinen Dioptrien Werten. Also muss es wohl weitere Dinge geben, welche meine “gefühlt” schlechtere oder bessere Sehleistung ausmachen…

  • Erkenntnis Nr.2: Beim Besuch der einen oder anderen Optikerkette bekommt man schnell den Eindruck, die Auswahl des Brillengestells ist der wichtigste Punkt. Doch der wichtigste Punkt scheint wohl eher genau das “Finden” dieser weiteren Dinge über die Dioptrien Werte hinaus zu sein, die meine jetzt “gefühlt” bessere Sehleistung ausmachen. Dafür braucht es die passenden Technologie und eine fachmannische Beratung. Beides kam hier für mich zusammen.
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  1. Christian sagt:

    Schöner Artikel – hatte heute die exakt gleiche Erfahrung in Stuttgart bei Kästner Optik. Top Technik – echt beeindruckend und nicht vergleichbar mit den “Ketten”…

  2. Maria sagt:

    Hallo Mathias,
    wie sind denn Ihre Erfahrungen mit diesen Zeiss Brillengläsern beim Fotografieren und sind sie wirklich auch kratzfest?
    VG Maria

  3. Mathias Pohl sagt:

    Hallo Maria,
    beim Fotografieren trage ich die Brille eher selten und nehme die Dioptrien Anpassung in der Kamera vor. Das hat weniger mit den Gläsern zu tun, als mehr damit, daß ich die Brille einfach nicht immer trage.
    Kratzfest: Ich hatte vorher eine Brille mit Kunststoffgläsern, die war empfindlicher (hatte tatsächlich irgendwann kleine Kratzer). Bisher sind die Zeiss Gläser davon verschont geblieben, aber wie gesagt: Ich trage die Brille nicht ständig.
    viele Grüße, Mathias

  4. Maria sagt:

    Danke,Mathias.
    VG Maria

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