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Unsere Erfahrungen mit Kandy Mobile: Handy und Tarif für Kinder

Mobilfunk für Kinder ist mit zahlreichen Vorurteilen belegt: Wofür braucht ein Kind ein Handy… Wir sind auch ohne groß geworden… Nun, die Zeiten haben sich etwas geändert, finden wir zumindest……ein Schulbus brauchte mich (fast) von der Haustür bis zur Schule, meine Eltern waren nicht jede Woche mehrere Tage beruflich unterwegs und wir hatten ehrlich gesagt nicht mal zu Hause ein Telefon. Heute sieht die Situation in vieler Hinsicht anders aus und so haben wir uns etwas

intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt.

Im Vordergrund standen bei der grundsätzlichen Entscheidung für oder gegen ein Handy für das eigene Kind und damit dann auch die Auswahl möglicher Anbieter im wesentlichen 2 Punkte:

  • Sicherheit – von der einfachen Bedienung ganz ohne die Eingabe von Rufnummern bis hin zur Vermeidung unerwünschter Inhalte auf dem Telefon. Es ging um die

    Möglichkeit, im Ernstfall auch mal Mama oder Papa erreichen zu können.

  • Kosten – Die Möglichkeit, Mama oder Papa anrufen zu können – unabhängig vom “Kostenstand”, aber natürlich auch die Begrenzung der Kosten für darüber hinaus gehende Anrufe…

Nun bieten die “großen” Mobilfunk Anbieter erstaunlich wenig für die Kleinen: Klar gibt es zahlreiche Prepaid Tarife mit Kostenlimit, manchmal auch eingeschränkten Online Funktionen, in aller Regel war es das aber schon und so blieben für uns nur noch 2 Anbieter übrig: Toggo Mobile und Kandy Mobile.

Grund dafür waren folgende 2 Möglichkeiten beider Anbieter:

  • kostenlose Elternrufnummer – Gespräche vom Handy an diese Rufnummer sind  kostenfrei (oder genau genommen mit dem monatlichen Grundpreis abgegolten). Bei Toggo Mobile kann diese Rufnummer eine Festnetz- aber auch eine Mobilfunk Nummer sein, was durchaus sehr praktisch ist. Leider aber eben nur eine Nummer (sozusagen Mama ODER Papa…).Bei Kandy Mobile gibt es 2 kostenlose Elternrufnummern, allerdings müssen beide Nummer Festnetzanschlüsse sein.

    Die monatlichen Kosten für Gespräche über diese Elternrufnummer hinaus zu (im Telefonbuch hinterlegten) Freunden oder Verwandten können natürlich begrenzt werden.

  • eine Ortungsfunktion – Mit dieser Funktion kann über die Webseite des jeweiligen Anbieters das Handy (mit etwas Glück dann auch das zugehörige Kind…) geortet werden. Natürlich ist das keine metergenause GPS Ortung, sondern eine GSM (also Mobilfunk) basierende Ortung, die in Stadtgebieten auf einige 100 Meter genau ist, in ländlichen Gegenden aber auch mal ein paar Kilometer umfassen kann.

Ob das also nützlich und gut ist, muss man selber entscheiden.

Alle anderen, besonders auf Kinder ausgerichteten Leistungen von Toggo Mobile bzw. Kandy Mobile, sind sich sehr ähnlich (eigene Website für Kinder, downloadbare Spiele und Hörbücher,

Lernspiele, …) und waren für uns daher nicht ausschlaggebend bei der Entscheidung.

Den Ausschlag gab stattdessen eine weitere Besonderheit bei Kandy Mobile: Der Anbieter bringt ein spezielles Kinderhandy mit und das hat es durchaus in sich:

  • extrem einfache Bedienung, wie “Mama Taste”, “Papa Taste” oder “SOS”,
  • besonderer Schutz vor unerwünschten Inhalten auf dem Handy (Zugang nur per Eltern PIN)
  • Ortungsfunktion auch noch bei ausgeschaltenem Handy gegeben (sogenannter

    “Schulmodus”)

  • getrennte Funktionen für Kinder und Eltern (durch Eltern PIN geschützt) und
  • eigene, komfortable Software zur Einrichtung des Handys

Mehr dazu aber gleich.

Also haben wir kurzum das Handy beim Anbieter bestellt, wenige Tage später kam dann schon die Lieferung:

Im Lieferumfang befindet sich einiges Zubehör:

  • das Telefon selber
  • SIM Karte
  • Akku (700 mAh), Ladekabel, Stereokopfhörer
  • Software, USB Kabel
  • und in unserem Fall noch eine 1 GB Micro SD Karte

Nach dem Auspacken, Zusammenbauen (SIM Karte und Micro SD Karte werden unter einer verschraubten Abdeckung angebracht, so daß das “bastelnde Kind” (…) auch hier nicht ohne weiteres heran kommt…) und Laden kann es dann endlich losgehen: Einschalten und Einrichten.

Das Handy wirkt gut abgestimmt auf Kinderhand und Kinderbedienung. Für die niedrigen Strahlungswerte hat das Telefon sogar einen blauen Umweltengel bekommen.

Ansonsten ist die Bedienung sehr einfach:

  • Es gibt “Mama” und “Papa” Taste
  • noch eine “SOS” und “VIP” Taste, fertig.

Der Rest der Bedienung geschieht über ein sehr einfaches Menü, wobei bestimmte Einstellung nur mit Eltern PIN vorgenommen werden können.

An der Seite findet man noch Tasten für die Einstellung der Lautsärke:

…unten befindet sich der USB Anschluß, mit dem Zugang über die Kandy eigene Software und Eltern PIN möglich ist, eben um Bilder, Klingeltöne, Musik oder Hörbücher einzuspielen. Es gibt kein – für Kinder ohnehin unnützes – Bluetooth, WLAN, GPRS oder ähnlich.

Nächster Schritt ist die Installation der Kandy eigenen Software zur komfortablen Einrichtung des Telefons.Nach dem ersten Starten verbindet sich die Software per USB mit dem Telefon und erlaubt die Einrichtung wichtiger Funktionen, wie “Mama Taste” / “Papa Taste”:

.. oder des Telefonbuches, dem eine besondere Bedeutung zukommt: Zum Einen erlaubt es die einfache Wahl der Telefonnummern mit Bild, zum Anderen können nur Rufnummern angerufen werden, die im Telefonbuch hinterlegt sind.

Die gleiche Einschränkung kann auch für eingehene Anrufe vorgenommen werden, diese Funktion ist aber standardmäßig deaktiviert, so das auch unabhängig vom Telefonbuch eingehende Anrufe jederzeit möglich sind. Ein Rückruf widerrum – beispielsweise, wenn man den Anruf verpasst hat – ist aber auch nur möglich, wenn die Nummer im Telefonbuch hinterlegt ist. Aus Sicht der Sicherheit und Kostenkontrolle ist das natürlich ideal.

Zu jedem Kontakt kann auch ein Bild hinterlegt werden, was die Nutzung des Telefonbuches besonders einfach macht.

SMS Vorlagen können ebenfalls mit der Software erstellt und auf das Telefon geladen werden, das macht auch absolut Sinn, da das Handy keine weitere Tastatur enthält.

SMS Eingaben wären aber trotzdem möglich:

Zum Schluß können hier auch noch Bilder, Spiele und Musik auf das Handy gebracht werden:

Zur Freischaltung der SIM Karte geht’s dann auf die Kandy eigene Webseite dafür, dort wird dann auch gleich das “Kind” mit seinen Vorlieben eingerichtet,

…in unserem Fall klar ein Junge mit gesteigertem Interesse an der Raumfahrt. So das Kind möchte (und schon kann – je nach Alter), kann es sich dann auch gleich an der eigenen Webseite anmelden und dort etwas stöbern:

Viele, aber nicht alle der Angebote hier sind kostenlos. Der Clou dabei: Das Kind kann die  Angebote (Hintergrund Bilder oder Klingeltöne) hier ausprobieren:

…dann aber maximal auf die “Wunschliste” setzen, also nicht direkt kaufen oder herunterladen, selbst wenn das Angebot kostenlos ist:

Im Eltern Bereich – Zugang nur mit Eltern-PIN – haben Mama oder Papa dann die Möglichkeit, sich die Wunschliste des Sprößlings anzuschauen, egal ob kostenloses oder kostenpflichtiges Angebot:

Übernimmt man dann einen oder mehrere Artikel aus der Wunschliste, erfolgt automatisch die Übertragung auf den heimischen PC.

Das Angebot ist ziemlich breit und nicht nur – wie in unserem Fall – auf Raumfahrt beschränkt. Je nach Neigung des Kindes gibt es hier Einiges zum Stöbern.

Im Elternbereich ebenfalls einsehbar sind die aktuellen Kosten, nach unserer Erfahrung mindestens tagesgenau. Die kostenfreien Elternrufnummern sowie eine Kostengrenze für alle anderen Gespräche können hier ebenfalls eingestellt werden:

Von hier aus kann ebenfalls die (kostenpflichtige) Ortung des Handys (und hoffentlich zugehörigen Kindes…) vorgenommen werden. Bevor es losgeht, gibt es noch eine kurze Belehrung über Risiken und Nebenwirkungen. Sinn und Unsinn der Ortung ist ein vieldiskutiertes Thema, wir findes es gut und nützlich und da die Ortung bei Kandy Mobile pro Abruf kostenpflichtig ist, dürfte auch kaum eine Mama oder ein Papa permanent vor dem PC hocken um zu schauen, wo das Kind jetzt gerade ist. Man darf darüber hinaus nicht vergessen, das JEDER Telefonanbieter diese Daten von JEDEM Handy im Zugriff hat und sich der (deutsche) Staat sich inzwischen ein 1/2jähriges Recht eingeräumt hat, diese Daten auch zu nutzen…

Wie gesagt: Das ist keine metergenause GPS Ortung, sondern eine GSM (also Mobilfunk) basierende Ortung, die in Stadtgebieten auf einige 100 Meter genau ist, in ländlichen Gegenden aber auch mal ein paar Kilometer umfassen kann, aber eben im Fall des Falles durchaus sinnvoll,

wie wir finden.

Alles in allem betrachtet ein rundes und für die Zielgruppe Kinder recht passend zugeschnittenes Angebot aus Gerät, Sicherheit, Tarif und Funktionen. Zumindest in unserem Fall ist die Freude bei Justin seit  der ersten Nutzung sehr groß und ich bin sicher, das bleibt auch einige Zeit so…

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  1. ekn33 sagt:

    sehr netter Artikel der uns bei unserem Kinder-Handytarife Vergleich sehr geholfen hat.

    vielen dank

  2. ekn33 sagt:

    sehr netter Artikel der uns bei unserem Kinder-Handytarife Vergleich auf { Link } sehr geholfen hat.

  3. Ronald sagt:

    Vielen Dank für diesen Test. Diese Informationen sind sicher hilfreicher als die meisten Beratungsgespräche bei den Händlern!

  4. Tanja sagt:

    Super tolle Erklärung, hat mich in dem Schritt dieses Handy zu kaufen bestärtkt!

    Vielen Dank

  5. kandy man sagt:

    Ich kann meinem Vorredner nur beipflichten.

    Ich habe sogar über das Internetportal die Elternrufnummern freigeschaltet und erhielt hier zu keiner Zeit eine Fehlermeldung.

    Das Kostenlimit hatte ich erst gar nicht eingerichtet, da ich im Handy eh nur die beiden “kostenfreien” Elternrufnummern gespeichert hatte.

    Beim download eines “was ist was”- Hörbuches gab es einen Verbindungsabbruch beim sowieso nicht sehr stabil laufenden Portal (Absicht ??, worauf ich den download erneut startete (ich hatte es meinem Sohn nun mal versprochen …)

    Am 25. 9. (!) erhielt ich dann eine e-mail, dass meine August (!)- Rechnung zum Download bereitstünde. Und…tolle Überraschung: über 50,- € sollten an Kosten aufgelaufen sein (obgleich die “Eltern-Flat” mit 4,95 € im Monat gedeckelt sein sollte). Selbstredend wurde auch ein und dasselbe Hörbuch doppelt berechnet…

    Die Ortung des Handys über das Portal habe ich zu Testzwecken 2-3 x versucht –> Fehlanzeige ! “Versuchen Sie es später noch einmal” oder so ähnlich…sehr tröstlich, wenn sein Kind wirklich einmal überfällig sein sollte…

    Da der September schon fast vorbei war, waren auch hier schon Kosten von über 20 € aufgelaufen…Um nicht noch mehr strittige Kosten auflaufen zu lassen, habe ich die beiden Elternrufnummern umgehend nochmals aktiviert.

    Nach mehrmaligem e-mail- Kontakt zu kandy wurde zunächst behauptet, ich hätte die Rufnummern nicht, bzw. erst Ende September aktiviert. Nachdem ich meine Aussagen an Eides statt versicherte, wurde mir zum wiederholten Mal mitgeteilt, dass man sich meines Falles annehmen wolle und das zumindest die Sache mit dem Hörbuch wohl ein bedauerlicher Fehler gewesen sei….

    Ich hörte jedoch nichts mehr von kandy…stattdessen wurde meine Kreditkarte im Oktober mit dem vollen Betrag belastet. Ich wies meine Bank an, den Betrag zurückzubuchen worauf die SIM- Karte seitens kandy ohne weitere Bemühungen um Klärung gesperrt wurde.

    Fazit:

    Da ich mir keinen Prozeß wegen übler Nachrede einhandeln möchte, verkneife ich mir die Äußerung eines sich mir aufdrängenden Verdachts.

    Ich denke jedoch, dass jeder Leser, aus dem -absolut wahrheitsgetreu und daher ohne Furcht vor Rechtsfolgen- geschilderten Fall die richtigen Schlüsse ziehen dürfte.

  6. kandy man sagt:

    Den ersten Satz im vorherigen Artikel können Sie streichen, er bezog sich auf einen ähnlich “bedienten” Nutzer in einem anderen Forum.

  7. Johannes sagt:

    Das Handy an sich ist eine feine Sache und im vorliegenden Bericht ausführlich beschrieben… allerdings ist die telefonische Unterstützung bei Problemen unverhältnismäßig teuer und zudem meist wenig hilfreich. Das größte Problem ist jedoch, dass der Akku des Handys im Schulmodus (also eigentlich ja aus…)gerade einmal 8 Stunden hält und das Telefon somit praktisch unnutzbar ist, weil es immer wenn man es gerade benutzen will, nicht mehr funktioniert. Der Akku ist neu und von kandy bereits einmal ausgetauscht worden, hat sich aber nichts verbessert. Falls jemand einen diesbezüglichen Tip hat, bin ich sehr dankbar…

  8. Overkott sagt:

    Service grottenschlecht, Handy seit sechs Wochen unterwegs (Garantiefall) Hersteller schiockt Gerät ohne Kommenter zurück, Händler in München seit drei Wochen kein Zeichen. Nicht empfehlenswert!!

  9. Iris sagt:

    Der Service ist wirklich extrem schlecht. Auf Anfragen per mail bekommt man monatelang keine Antwort. Selbst auf Einschreiben gegen Rückschein wurde nicht reagiert. Kundenservice gleich null.Wenn man eine Frage oder ein Problemhat,wird man komplett alleingelassen.

  10. Mathias Pohl sagt:

    Ja, das ist inzwischen leider wahr. Kandy Mobile – wie hier beschrieben – gibt es inzwischen nicht mehr. Es wird lediglich ein Prepaid Tarif angeboten, alle weiteren Funktionen und Besonderheiten wurden abgeschafft, leider ohne Nachricht an die Kunden. Unser Sohn hat inzwischen auch ein T-Mobile Tarif….

    viele Grüße, Mathias
    http://www.mathiaspohl.de

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