- Mathias
- Real World
- Für Premiere Kunden ist jetzt Schluß mit Lustig !
Für Premiere Kunden ist jetzt Schluß mit Lustig !
Es gibt Dinge, die haben Tradition. So auch bei uns. Seit über 10 Jahren gehört auch “Premiere” dazu. Mit einem kleinen, weißen Schlüssel fing alles an. Das waren Zeiten: < 100.000 Abonnenten, 1 Kanal, Exclusivität, eigene Sendungen wie “0137 Night-Talk” oder “Kalkhofes Mattscheibe” und das Wichtigste: der Kunde war König. Heute ist das genau umgekehrt: Es geht nur noch im Kohle, der Rest ist egal. Danke, Hr. Kofler.
Die “Oldies” unter den Abonennten werden sich erinnern: “Ich sehe was, was Du nicht siehst – Premiere”. Es gab eine kleine graue Box, den weißen Premiere Schlüssel und jeden Monat ein Programm-Heft, das zwar dünn, aber aussagekräftig
war.
Dann kam der Merger, technische Highlights, wie die d-Box und weit über 20 Programme. Die Programm-Zeitschrift wurde dicker und die ersten Kultsendungen verschwanden vom Bildschirm (Wer erinnert sich nicht an “0137-Nighttalk“).
Das ganze hatte seinerzeit nur einen Haken: Man verdiente trotz ordentlicher Preise nix, die roten Zahlen wurden immer größer. Da half auch keine Bundesliga, kein Premiere Direkt (“Cinedom” hieß das damals noch…) und was man sich noch so überlegte.
Es entstand die “Premiere Prepaid” Idee. Super. Ein Premiere Abo einfach wie ein Handy. 200 EUR auf den Tisch und dann abgucken. Nette Idee, nur verprellte man damit die Stammkunden, da Premiere nicht in der Lage war, die vorgelebten
Grundregeln der Telekommunikationsanbieter zu übernehmen. Und so war das Prepaid Abo des Kunden, der sich nicht fest bindet, plötzlich billiger, als das normale Abo.
Nächster Fehler: Geld mit Werbung in die Kassen spülen. Seitdem wurde die Programmzeitschrift Woche für Woche mit Werbung aufgebläht und dafür unnötige Dinge, wie die Beschreibung von Spielfilmen weggelassen. Super, oder ? Man bezahlt jede Menge Kohle für Kaufprogramm und bekommt nicht mal eine Beschreibung der Filme, dafür aber hübsche Werbung. Danke !
Nächster Fehler: Unnötigen Ballast abwerfen: Was könnte man noch so weglassen ? Klar: die Programm-Zeitschrift. An nicht mehr vorhandene Beschreibungen für Filme oder Dokus hatten wir uns gerade gewöhnt, warum also nicht die Programm Zeitschrift weglassen ? Gesagt – getan. Die kostenlose Zeitschrift wurde eingestellt, “TV Komplett” war geboren und fortan käuflich – “man konzentriere sich auf das Kerngeschäft”.
Auch geschulte Mitarbeiter an der Hotline sind doch Ballast, oder ? Also weg damit. Naja, nicht ganz. Es gibt sie nach wie vor, allerdings kommt man nur in deren Genuß, wenn eine Vertragsverlängerung ansteht. Nett sind sie dann und redegewand. Der einfachste Weg, sie wieder los zu werden, ist immernoch die Wahrheit: “Nein, ich kündige und kaufe wieder eine Prepaid Karte, ist immernoch billiger als festes Abo. Auf Wiederhören !”.
Gute Erreichbarkeit der Hotline ist doch auch Ballast, oder ? Also weg damit. Dann fallen auch die Studenten ohne jedes Wissen nicht so auf. Allerdings nicht einfach ein Besetztzeichen ! Das wäre ja unfreundlich ! Nein, nicht unfreundlich für den Kunden, sondern für den Gewinn. Die Hotline hat doch eine 0180 / 5… Nummer, also erstmal abkassieren und dann per Ansage darauf hinweisen, das “man völlig überrascht sei, wie groß der Andrang auf das tolle Angebot derzeit sei.“.
Bevor jemand merkt, das hier System dahinter steckt, sind einige Euros weg.
eMails ? Nein, eMails sind doch Rießen-Ballast. Ein Kontakt Formular muss man schon haben, aber warum denn deshalb das lesen, was der Kunde schreibt ? Er hat doch bezahlt, warum dann also übertreiben.
Ja, und unter Anwendung dieser Grundregeln schafft es Premiere doch tatsächlich seit 6 Wochen bei uns jeglichen Kontakt zu vermeiden !
Was war passiert ? Einfache Sache: Wir wollten Geld ausgeben. 3 Euro für einen Premiere Direkt Film. Klar: Ist unser Fehler, für nur 3 Euro können wir keine Wunder erwarten. Deshalb versuchen wir auch garnicht erst die Bestellung per Telefon oder SMS.
Per Internet sollte es geschehen. Ein Fehler “404-Die Seite wurde nicht gefunden”, kann schon mal passieren. Also muss es besser klingen: “Sie haben keine gültige PPV Smartcard.”. Nett. Naja, kann ja auch mal passieren.
- Also versuchen wir das eine Woche lang, ohne Erfolg.
- Also tragen wir unsere Bankverbindung nach. Naja, Premiere ist da eigen. Ohne Erfolg.
- Also rufen wir an und “überraschen Premiere mit unserem Andrang”. Ohne Erfolg.
- Also rufen wir später nochmal an, noch immer ist Premiere “überrascht von dem großen Andrang”. Ohne Erfolg.
- Also rufen wir nochmal an und – TATSÄCHLICH – es passiert: Wir erreichen einen der Studenten. Der weiß von nix, fragt zurück und sagt und zu, das der Film jetzt freigeschaltet ist. Netter Trick, um uns loszuwerden. Der Bildschirm bleibt schwarz (oder blau….).
- Also rufen wir später nochmal an, wie ist Premiere “überrascht von dem großen Andrang”. Ohne Erfolg.
- Eine Woche später: rein zufällig ist Premiere “überrascht von dem großen Andrang”. Ohne Erfolg.
- Ich fülle brav das Kontaktformular aus. Hoffnung macht sich breit, als am nächten Tag eine eMail zurück kam. Leider eine Automaten Mail. “Premiere sagt DANKE”, so die Überschrift. Bezieht sich das Danke etwa auf die vielen Anrufe an der 0180 / 5… Nummer, bei der wir zwar bezahlen durften, aber nur eine Maschinenansage bekamen ?
- Man weiß ja nun um unsere Sorgen, Premiere wird sich kümmern. Wir sind ja Kunden.
- Also 3 Wochen später mal wieder versuchen: “Sie haben keine gültige PPV Smartcard.”
Danke, Premiere. Danke für diese Belehrung, das auch ihr euch nicht anders verhaltet, als die meisten anderen Firmen, wenn das Geld erstmal über den Tisch ist. Service ? Wo kämen wir denn dann hin….?
P.S.: Nein, ich möchte niemand davon abhalten, ein Abo zu kaufen. Es geht nur um die richtige Erwartungshaltung nach der Überweisung.
Hallo,
ich habe mit Premiere ähnliche Erfahrungen gemacht und mich deshalb vor zwei Jahren entschlossen,
Premiere zu kündigen. Gesagt, getan, und es wurde nicht einfach. Ich erhielt erst mal einen Brief, dass meine Kündigung zwei Tage zu spät bei Premiere ankam und ich deshalb ein weiteres Jahr geschätzter Kunde sei. Um die juristische Ohnmacht wissend, ertrug ich es ein weiteres Jahr. Erst kurz vor dem
Ende meines Abbonements entdeckte man mich wieder als Kunde. Ich erhielt in der Folgezeit und nach dem Ende des Abos doch tatsächlich 14 Anrufe von Premiere, jedesmal mit der Absicht, mich wieder als Kunden zu gewinnen. Plötzlich hätte ich das Abo für den halben Preis für drei Monate bekommen können.
Ich habe dem ganzen widerstanden. Für alte Spielfilme und Serien brauche ich nicht so viel Geld ausgeben. Wiederholungen laufen in den öffentlich rechtlichen Sendern genung. Sendungen über 16 muss ich jedesmal auf jedem Kanal (meint, bei jeder neuen Sendung oder beim Wechsel auf einen anderen Kanal erneut) ducrh Eingabe meiner Pin bestätigen. Meine Frau und ich sind über 16 und Kinder haben wir keine. Was soll das also. Abstellen kann man das laut Premiere nicht.
Bei der Aufnahme einer Sendung hat man dann 2 Stunden das Bild “Geben Sie bitte den PIN ein” aif dem Recorder. Toll. Also gibt es nur einen Weg. Wegbleiben. Ich kann das nur jedem empfehlen.
Genau das kann ich auch so bestätigen.
Probleme mit der Abbuchung(274€ auf Schlag).Auf Briefe Anrufe und Mail keine Reaktion.Kostenplichtige nichterreichbare inkompetente Hotline.
Erst bei Rückbuchung eine Reaktion mit Hinweis auf Mahngebühren.
Hab dann gekündigt Bin leider noch bis 9.2005 dabei.
Mfg Mario Rusch
Schließe mich den Kommentaren 100 %-ig an
Auch ich wollte Premiere kündigen, es gab einen neuen Tarif, der deutlich über meinem alten Tarif lag. Vom neuen Tarif hatte ich bei heise.de gelesen. Laut Hotline ging dies aber nicht, da ich frühzeitig über den neuen Tarif informiert wurde. Meine Frage : “Wo?” Die Antwort : “In der Programmzeitschrift !”. Und tatsächlich. Premiere hatte in der Programmzeitschrift neue Tarife abgedruckt. Meines Erachtens sollten diese jedoch nur für Neukunden gelten. Premiere war anderer Meinung : “Seit über 3 Monaten stehen dort die neuen Tarife. Diese gelten selbstverständlich auch für SIE.” Also, warum dem Kunden anschreiben und ihm die Tariferhöhung mitteilen ?!? Dies kann man doch auch viel kostengünstiger in der Programmzeitschrift abdrucken. Ein Jahr später hatte Premiere wieder erhöht (ja, ich hatte gelernt die Programmzeitschrift AUFMERKSAM zu lesen). Dann habe ich direkt bei Hr. Koffler gekündigt. Jetzte gönne ich mir weiterhin Pay-TV -> ARD & ZDF durch GEZ.