-
Blog > Aufgesammeltes > Compensation, the US way: The Stella Liebeck Award 2006 Winners are here.
Compensation, the US way: The Stella Liebeck Award 2006 Winners are here.
Some of you may remember her Name. Stella Liebeck. In 1992, Stella, then 79, spilled a cup of McDonald’s coffee onto her lap, burning herself. A New Mexico jury awarded her $2.9 million in damages. Since then, the name “Stella Award” has been applied to any wild, outrageous, or ridiculous lawsuits. The “winners” of the 2006 series are here.
OK, (drumroll), the 2006 winners are:
#5: Marcy Meckler. While shopping at a mall, Meckler stepped outside and was “attacked” by a squirrel that lived among the trees and bushes. And “while frantically attempting to escape from the squirrel and detach it from her leg, [Meckler] fell and suffered severe injuries,” her resulting lawsuit says. That’s the mall’s fault, the lawsuit claims, demanding in excess of $50,000, based on the mall’s “failure to warn” her that squirrels live outside.
#4: Ron and Kristie Simmons. The couple’s 4-year-old son was killed in a tragic lawnmower accident in a licensed daycare facility, and the death was clearly the result of negligence by the daycare providers. The providers were clearly deserving of being sued, yet when the Simmons’s discovered the daycare only had $100,000 in insurance, they dropped the case against them and instead sued the manufacturer of the 16-year-old lawn mower because the mower didn’t have a safety device that
- 1) had not been invented at the time of the mower’s manufacture, and
- 2) no safety agency had even suggested needed to be invented.
A sympathetic jury still awarded the family $2 million.
#3: Robert Clymer. An FBI agent working a high-profile case in Las Vegas, Clymer allegedly created a disturbance, lost the magazine from his pistol, then crashed his pickup truck in a drunken stupor — his blood-alcohol level was 0.306 percent, more than three times the legal limit for driving in Nevada. He pled guilty to drunk driving because, his lawyer explained, “With public officials, we expect them to own up to their mistakes and correct them.” Yet Clymer had the gall to sue the manufacturer of his pickup truck, and the dealer he bought it from, because he “somehow lost consciousness” and the truck “somehow produced a heavy smoke that filled the passenger cab.” Yep: the drunk-driving accident wasn’t his fault, but the truck’s fault. Just the kind of guy you want carrying a gun in the name of the law.
#2: KinderStart.com. The specialty search engine says Google should be forced to include the KinderStart site in its listings, reveal how its “Page Rank” system works, and pay them lots of money because they’re a competitor. They claim by not being ranked higher in Google, Google is somehow infringing KinderStart’s Constitutional right to free speech. Even if by some stretch they were a competitor of Google, why in the world would they think it’s Google’s responsibility to help them succeed? And if Google’s “review” of their site is negative, wouldn’t a government court order forcing them to change it infringe on Google’s Constitutional right to free speech?
And the winner of the 2006 True Stella Award:
#1 – Allen Ray Heckard. Even though Heckard is 3 inches shorter, 25 pounds lighter, and 8 years older than former basketball star Michael Jordan, the Portland, Oregon, man says he looks a lot like Jordan, and is often confused for him — and thus he deserves $52 million “for defamation and permanent injury” — plus $364 million in “punitive damage for emotional pain and suffering”, plus the SAME amount from Nike co-founder Phil Knight, for a grand total of $832 million. He dropped the suit after Nike’s lawyers chatted with him, where they presumably explained how they’d counter-sue if he pressed on.
©2007 by Randy Cassingham, StellaAwards.com. Reprinted with permission.
For our german visitors, a quick translation:
Platz 5: Marcy Meckler Nach einem Shoppingbummel durch ein Einkaufszentrum wurde Meckler vor dem Gebäude von einem Eichhörnchen “angegriffen”, das sich dort zwischen den Bäumen und Sträuchern tummelte. Während Meckler “verzweifelt veruchte, dem Eichhörnchen zu entkommen und es von ihrem Bein zu entfernen, stürzte sie und erlitt schwere Verletzungen”, hieß es in der Klageschrift des nachfolgenden Prozesses. Die Klage vertrat die Ansicht, das alles der Fehler des Einkaufszentrums sei, weil dieses es unterlassen hätte, Meckler “davor zu warnen,
dass draußen Eichhörnchen leben”. Als Wiedergutmachung für die erlittene Verzweiflung verlangte Marcy Meckler “mindestens” 50.000 US-Dollar.
Platz 4: Der vierjährige Sohn des Ehepaares Simmons kam bei einem tragischen Unfall mit einem Rasenmäher in seiner Kita ums Leben. An seinem Tod war eindeutig die Nachlässigkeit des Kita-Betreibers Schuld, selbstverständlich wäre ein Klage gegen das Kita-Personal völlig berechtigt gewesen. Als allerdings Ron und Kristie herausfanden, dass die Kita nur bis zu einer Schadenssumme von 100.000 Dollar versichert war, ließen sie die Klage fallen. Statt dessen
verklagten sie den Hersteller des 16 Jahre alten Rasenmähers, weil die Maschine keine Sicherheitsvorrichtung hatte. Das solche Sicherheitsvorrichtungen zum Herstellungszeitpunkt des Rasenmähers gar nicht erfunden waren, geschweige denn damals von irgend jemandem gefordert wurden, interessierte die Simmons’ nicht. Eine mitfühlende Jury sprach den Eltern tatsächlich zwei Millionen Dollar zu.
Platz 3: FBI-Agent Clymer, der an “einer großen Sache” in Las Vegas dran war, sorgte dort für einen Aufruhr, verlor das Magazin seiner Pistole und fuhr dann – blau wie eine Haubitze – seinen offenen Kleintransporter zu Schrott. Clymers Blutalkoholwert lag bei 0,306 Promille, drei Mal mehr als die zulässige Promillegrenze in Nevada. Er bekannte sich des Fahrens unter Alkoholeinfluss für schuldig, weil “von Beamten erwartet wird, dass sie zu ihren Fehler stehen und sie korrigieren”, wie sein Anwalt erklärte. Trotzdem besaß Clymer die Frechheit, den Hersteller seines Kleintransporters zu verklagen – und den Händler, bei dem er den Wagen gekauft hatte. Denn “er verlor irgendwie das Bewusstsein” und der Kleinlaster “produzierte irgendwie ziemlichen Qualm, der das Wageninnere füllte.” Genau: Der Unfall unter Alkoholeinfluss war gar nicht sein Fehler, sondern der Kleinlaster war Schuld. Clymer ist genau der Typ Mensch, den man gern im Namen des Gesetzes eine Waffe tragen lässt.
Platz 2: KinderStart.com Diese fachspezifische Suchmaschine wollte Google zwingen, die KinderStart-Seite in ihre Liste aufzunehmen. Außerdem sollte Google offenlegen, wie sein “Page Rank”-System funktioniert und KinderStart.com viel Geld zahlen, da sie Konkurrenten seien. Da sie bei Google keinen höheren Rang einnehmen, behaupten sie, dass Google KinderStart.com in ihrem konstitutionellen Recht auf freie Meinungsäußerung behindert. Selbst wenn man
gutwillig davon ausgeht, dass die KinderStart-Betreiber tatsächlich Konkurrenten von Google sind, warum um alles in der Welt glauben sie, dass es die Aufgabe von Google ist, ihnen bei ihrem Geschäftserfolg zu helfen? Doch selbst wenn Google die Website von KinderStart.com schlecht bewertet und ein Gericht dann anordnet, Google möge das ändern – wo bleibt dann das Recht von Google auf den im Grundgesetz verankerten Anspruch auf freie Meinungsäußerung?
Und der Gewinner des Stella Awards 2006 ist: Allen Ray Heckard
Obwohl Heckard fast acht Zentimeter kleiner, 25 Pfund leichter und acht Jahre älter als Ex-Basketball-Star Michael Jordan ist, behauptet der Mann aus Portland, Oregon, dass er Jordan ziemlich ähnlich sieht – und man ihn oft mit ihm Jordan verwechselt. Daraus leitete Heckard einen Anspruch auf 52 Millionen Dollar ab, die er für “Beleidigung und andauernden Schaden” wollte, außerdem forderte er zusätzliche 364 Millionen Dollar als Schadensersatz für “seelischen Scherz und Leiden”. Die gleiche Summe verlangte er auch noch von Nike-Mitbegründer Phil Knight und kam so auf den üppigen Betrag von 832 Millionen Dollar.
Allerdings ließ er die Klage fallen, nachdem die Nike-Rechtsanwälte eine Runde mit ihm gequatscht hatten und ihm wahrscheinlich erklärten, was sie alles von ihm einklagen würden, wenn er mit dem Unsinn nicht aufhört.