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TomTom Traffic oder TMC ? Unterschiede und Erfahrungen
Navigation per Pocket PC, später auch Smartphone gehört inzwischen für uns zum Standard. Von Anfang an war TomTom dabei für uns gesetzt,
unterbrochen nur durch eine kurze Testphase von Navigate. Seit der Erweiterung um TomTom Traffic ist das jedoch vorbei, hier ist ein kurzes Update über die Neuerungen im Navigator 5 und die wesentlichen Unterschiede zwischen TomTom Traffic und TMC…
Vor inzwischen etwas mehr als 5 Jahren fing alles an: T-Mobile MDA 1 mit Navigate Option und GPS Empfänger. Die typische 3 D Navigation von TomTom machte das Fahren selbst bei komplexer Strassenführung zum Kinderspiel, allerdings fehlte damals noch eine Möglichkeit, dynamisch Verkehrsdaten (ähnlich dem TMC) in die Streckenberechnung einzubeziehen.
Anfang 2004 war es dann soweit: TomTom startete eine (kostenfreie) Testphase für ein Plugin: TomTom Traffic, welches den altbekannten Navigator um dynamische Verkehrsführung ergänzt.
Wie funktioniert dynamische Navigation mit TomTom ?
Seit TomTom Navigator 5 (und den damit erscheindenden Geräte Serie TomTom Go) gibt es grundsätzlich 2 Möglichkeiten für dynamische Navigation mit TomTom.
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TomTom Traffic, ein kostenpflichtiger Zusatzdienst auf Basis kommerzieller Verkehrsdatenanbieter
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TMC, eine kostenlose Zusatzinformation der UKW Radiosender
Wo liegen die wesentlichen Unterschiede der beiden Systeme:
| TomTom Traffic | TomTom mit TMC | |
| Funktionsweise: |
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kann genutzt werden mit: |
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| Kosten: |
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| Umfang der
Verkehrsdaten: |
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Da ich TomTom Navigator nutze, kommt für mich der TMC Empfänger nicht in Frage. Stattdessen nutze ich seit 2004 die TomTom Traffic Option über GPRS.
Installation TomTom Traffic
Seit der Version 5 stellt TomTom Traffic kein eigenständiges Programm zur Installation mehr dar, sondern ist eine integrierte Funktion der TomTom Software.
Einrichtung und Aktivierung
Die Aktivierung der TomTom Traffic Option erfolgt im Menü des TomTom Navigator:
Die Einrichtung des TomTom Traffic Kontos erfolgt auf der TomTom Website. Man erhält dort eine User ID und zugehöriges Passwort für den Traffic Dienst. Seit Beendigung der kostenlosen Testphase bietet der Hersteller verschiedene “Subscription” Modelle für seinen Verkehrsdienst an, günstigste Variante ist das Jahresabo für ~ 39 EUR.
Im TomTom Traffic Menü gibt es nun zahlreiche Möglichkeiten für die Nutzung der Verkehrsdaten, zumindest sobald der Dienst aktiviert wurde:
Im Gegensatz zur ersten TomTom Traffic Version erfolgt nach der Aktivierung des Dienstes kein Abruf aller Verkehrsinformationen. Dieser Abruf erfolgt (sinnvollerweise) erst nach der Planung einer Route und – auf Wunsch dann auch – während der Fahrt.
Das Traffic Modul überträgt lt. Hersteller keine Informationen zum aktuellen Standpunkt, wie genau der relativ intelligente Abruf der passenden Informationen erfolgt, ist also Spekulation.
Nach Aktivierung und Planung der Route erscheint am rechten Rand dann eine Übersicht der aktuellen Verkehrsstörungen im Streckenverlauf. Einmal empfangene Verkehrsstörungen (insbesondere Baustellen) haben eine gewisse Gültigkeit und bleiben so auch erstmal für spätere Planungen erhalten:
Sobald möglich, werden nach Planungsänderungen diese Informationen dann aktualisiert oder zumindest um aktuelle Meldungen ergänzt. Mit etwas Pech sieht die Strecke dann so aus:
Das TomTom Traffic Menü erlaubt dann den Abruf von Details zu den Störungen und die Planung von Alternativrouten zu einzelnen oder allen Störungen.
Die Übersicht:
Über die Pfeiltasten kann man sich dann von Störung zu Störung durchklicken, so weitere Details gewünscht sind:
Dort lassen sich auch einzelne Streckenabschnitte vermeiden. Auch angrenzende Verkehrsbehinderungen sind sichtbar:
Übrigens: Die Detaildaten zu einer Verkehrsstörung werden erst abgerufen, wenn man diese tatsächlich wünscht. Das spart auf jeden Fall unnötigen Internet Traffic in den meist ohnehin teuren GPRS Datentarifen.
In den Einstellungen zu TomTom Traffic lassen sich leichte Anpassungen vornehmen:
Die erste Option (“Route nach jeder Aktualisierung optimieren“) ist nach meiner Erfahrung nicht zu empfehlen. Sinnvoller ist es, insbesondere bei noch weit entfernten Staus die Ursache abzurufen und dann normal weiterzufahren, in > 70 % der Fälle löst sich ein weit entfernter Stau bis zum Erreichen auf, so das eine Umfahrung keinen Sinn macht. Diese “Strategie” hat aber auch einen Nachteil:
In Gebieten / auf Strecken mit verschiedenen Optionen speziell für die Autobahn Nutzung sind – falls der Stau dann doch noch da ist – kaum Optionen außer der Landstraße als Umfahrung möglich.
Die zweite Option (“Info automatisch aktualisieren“) ist insbesondere bei Autobahnfahrten auf jeden Fall empfehlenswert, aber Vorsicht: Verbindungskosten beachten ! Die Abrufzyklen werden anschließend eingestellt:
Der Signalton bei Veränderung der Verkehrssituation ist ebenfalls eine empfehlenswerte Option.
Noch 2 Tipps zur Nutzung von TomTom Traffic:
Um für alle Verkehrsbehinderungen eine Umfahrung berechnen zu lassen, gibt es im Menü “Alternative suchen” die Funktion “Verzögerungen minimieren“:
TomTom stellt anschließend das Ergebnis der Optimierung auf der Karte und auch in Zeit dar:
Wer dieser “groben” Darstellung nicht traut, kann über den Menüpunkt “Route” sich dann natürlich auch weitere Details zur Strecke anschauen, zu vermeidende Streckenabschnitte (aufgrund von Verkehrsstörungen) sind dabei rot markiert.
Und wer zum Schluß nach einer “Umplanung” aufgrund einer Verkehrsstörung nochmal die alte
Strecke prüfen möchte (bspw. ob sich der Stau dort inzwischen aufgelöst hat), der kann im gleichen Menü die Funktion “Original neu berechnen” nutzen.
Erfahrungen und Datenqualität
Nach über 2 Jahren mit TomTom Traffic kann man (ich) schon sagen, das sich der Einsatz lohnen kann.
Warum kann ? Traffic macht keinen Sinn auf dem Weg zum Einkauf, in der Heimatstadt oder auf der Fahrt von einem Dorf zum Nächsten.
Traffic macht Sinn bei regelmäßigen Autobahnfahrten über mittlere oder größere Entfernungen, bei denen man mit Stau-Umfahrungen noch realistisch Zeit sparen kann. Für Nebenstrecken sind meist keine Verkehrsdaten vorhanden, das ist insbesondere dann ärgerlich, wenn Staus auf Autobahnen über solche (dann meist überlastete) Nebenstrecken umfahren werden sollen.
Die Datenqualität ist gut, aber nicht immer perfekt, insofern habe ich mir folgendes angewöhnt:
- Ich fahre grundsätzlich möglich nah an den Stau heran und prüfe unmittelbar vorher nochmal, ob der Stau tatsächlich noch besteht.
- Wenn ja, entscheide ich auf Basis der geschätzten Verzögerungen, ob ich umfahre oder nicht.
- Insbesondere für “zähfließenden Verkehr” kann man den geschätzten Verzögerungen durchaus auch mal misstrauen (Erfahrung: Verzögerung ist hier oft deutlich kürzer).
- Ein kurzer Stau auf der Autobahn ist meist schneller durchfahren, als eine langgezogene Umfahrung auf einer Landstraße.
Fazit: Die jährliche Investition in TomTom Traffic lohnt sich bei regelmäßigen Fahrten auf Autobahnen ab mittleren Entfernungen und ist seit > 2 Jahren aus meinem Auto nicht mehr wegzudenken, allerdings komme ich im Jahr auch mal schnell auf eine Fahrleistung von 60.000 km…















hallo mathias!
ich habe einen acer n35 mit falk mobile software. als ich diese nun erweitern wollte, wurde mir von falk gesagt, dass die software dann evtl. nicht auf dem pda funktioniert, eine bestellung nur auf mein eigenens risiko ausgeführt werden kann. das finde ich unglaublich, da falk diesen pda vor 2 jahren selber verkauft hat. deshalb übrelege ich, nun zu tomtom zu wechseln. ich habe bislang tmc genutzt, worauf ich auch nicht verzichten möchte. kannst du mir empfehlen, auf welche software von tomtom ich nun umsteigen sollte? ich danke dir für einen rat!
viele grüsse!
anja